Im heutigen Friedhof, dem ehemaligen Standort der alten Villmerger Kirche, stand einst ein Heidenheiligtum. Zu Ehren Donars holten die Kinder harziges Holz vom Rietenberg und legten es auf den Steinaltar. Bald loderten die Flammen auf und sprühten Funken in die Nacht.

Ein geheimnisvolles Opferfest begann.
In einer solchen Nacht kam aus der Gegend des Bodensees der christliche Glaubensbote Vilimar. Er verkündete den Menschen die Glaubenslehre von Jesus Christus.
Der Missionar blieb auf dem Opferhügel. Er lehrte Mädchen und Knaben, belehrte Männer und Frauen und löschte das heidnische Opferfeuer mit geweihtem Wasser. Neben den Altar pflanzte Vilimar eine rote Rose, Sie gedieh und wurde zu einem prächtigen Rosenstrauch.
Noch heute steht diese Rose im Villmerger Wappen und kündet vom ersten Glaubensboten. Er gab dem Dorf Vilmaringen seinen Namen. In der Fasnachtszeit hört man auf dem Dorfplatz und in den Strassen noch den Ruf Hei-Heid. Sonst aber ist die Erinnerung an die Heidenzeit versunken.
