{"id":26,"date":"2017-03-17T13:58:23","date_gmt":"2017-03-17T12:58:23","guid":{"rendered":"http:\/\/rietenberg.ch\/page\/?page_id=26"},"modified":"2017-03-23T11:29:18","modified_gmt":"2017-03-23T10:29:18","slug":"1656-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rietenberg.ch\/?page_id=26","title":{"rendered":"Schlacht 1656"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-64 size-large\" src=\"https:\/\/rietenberg.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/First_battle_villmergen-1024x413.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/rietenberg.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/First_battle_villmergen-1024x413.jpg 1024w, https:\/\/rietenberg.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/First_battle_villmergen-300x121.jpg 300w, https:\/\/rietenberg.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/First_battle_villmergen-768x309.jpg 768w, https:\/\/rietenberg.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/First_battle_villmergen.jpg 1921w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p lang=\"de\">Am Abend des 23. Januar trafen die Berner in Villmergen ein und bezogen das Nachtquartier. General Sigmund von Erlach und eine Anzahl h\u00f6herer Offiziere blieben auf Schloss Lenzburg zur\u00fcck, da sie vorerst nicht mit einem Angriff rechneten. Die Truppen wurden in den H\u00e4usern einquartiert und verbrachten die Nacht haupts\u00e4chlich mit dem Pl\u00fcndern des Dorfes, wobei sich auch Bewohner der reformierten Nachbard\u00f6rfer unter die Pl\u00fcnderer mischten. Das Niederbrennen des Dorfes und insbesondere der Kirche konnten die anwesenden Offiziere jedoch verhindern, lediglich acht Geb\u00e4ude gingen in Flammen auf.<\/p>\n<p lang=\"de\">Kurz vor Mittag des 24. Januar trafen die katholischen Truppen in Hilfikon ein und \u00fcberw\u00e4ltigten die Berner Wache auf Schloss Hilfikon. Sie gingen in Angriffsformation \u00fcber, wobei das \u00dcberqueren des Hinterbachs ihren Vorstoss etwas hemmte. Auf einer rund 350 Meter breiten Frontlinie er\u00f6ffneten sie im engen Tal mit Gesch\u00fctzen das Feuer auf die Berner. Diese waren \u00fcberrascht worden und mussten sich erst noch formieren. Eine Reserveeinheit der Berner, die rund 800 Meter entfernt bei der Kirchh\u00f6he stationiert war, gelangte gar nie zum Einsatz und trat fr\u00fchzeitig den R\u00fcckzug nach Lenzburg an. Nur wenige Berner Gesch\u00fctze konnten in Stellung gebracht werden.<\/p>\n<p lang=\"de\">Die eigentliche Schlacht begann um 14 Uhr, wobei die Berner Musketiere ihre Stellungen zun\u00e4chst halten konnten und den Katholiken erhebliche Verluste zuf\u00fcgten. Einzelne katholische Truppenteile begannen bereits zur\u00fcckzuweichen, als Oberbefehlshaber Christoph von Pfyffer einen Sturmangriff mit drei Fl\u00fcgeln befahl. Der linke Fl\u00fcgel wurde zwar aufgehalten und zur\u00fcckgeworfen, die beiden anderen stiessen jedoch im h\u00fcgeligen Gel\u00e4nde, wo die Berner Kavallerie wenig ausrichten konnte, erfolgreich vor. Um 16 Uhr brachen die Berner Linien vor allem aufgrund der mangelhaften Koordination zusammen. Ausserdem waren die \u00fcberwiegend b\u00e4uerlichen Fusstruppen der Berner von Anfang an wenig motiviert gewesen, da das harte Vorgehen der Patrizier nach dem Bauernkrieg von 1653 sie von der Heerf\u00fchrung entfremdet hatte.<\/p>\n<p lang=\"de\">Nach Einbruch der Dunkelheit waren die in den H\u00e4userkampf verwickelten Berner gezwungen, sich durch das Dorf zur\u00fcckzuziehen. General von Erlachs Regiment traf zu sp\u00e4t ein und wurde n\u00f6rdlich von Villmergen von den fl\u00fcchtenden Soldaten mitgerissen. Die Katholiken gewannen die Schlacht trotz zahlenm\u00e4ssiger und waffentechnischer Unterlegenheit. Sie verfolgten die Berner bis nach Dintikon, pl\u00fcnderten das Dorf und brannten es anschliessend nieder. Daraufhin zogen sie geordnet nach Muri ab, in Villmergen blieb nur eine Wache der Frei\u00e4mter zur\u00fcck.<\/p>\n<p lang=\"de\">Die Folgen<\/p>\n<p lang=\"de\">Nach der Schlacht von Villmergen kam es in der weiteren Umgebung zu vereinzelten Scharm\u00fctzeln und \u00dcbergriffen auf die Bev\u00f6lkerung. Letzte Kriegshandlung war am 3. Februar ein Sturmangriff der Z\u00fcrcher auf Rapperswil, der jedoch scheiterte. Durch Vermittlung von Frankreich und Savoyen schlossen die Kriegsparteien am 7. M\u00e4rz den Dritten Landfrieden. Dieser best\u00e4tigte im Wesentlichen die seit dem Zweiten Kappeler Landfrieden bestehenden Machtverh\u00e4ltnisse, also die politische Dominanz der katholischen Orte innerhalb der Eidgenossenschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Abend des 23. Januar trafen die Berner in Villmergen ein und bezogen das Nachtquartier. 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